PDF   ZWISCHEN, GLEICHHEIT, GLEICHZEITIGKEIT - KONZEPT EINER LINEAREN STAATSBÜRGERSCHAFT

VORWORT:

Die Definition eines souveränen Nationalstaats schließt weitreichende Gesellschaftsgruppen aufgrund ihrer nationalen Zugehörigkeit und ihrer Lebens- und Arbeitsverhältnisse aus. Dies nehme ich zum Anlass diesen Gesellschaftsgruppen (Gesellschaft in Bewegung) eine besondere Form von Souveränität zuzuschreiben, welche ihr letztendlich ein Recht auf uneingeschränkte Bewegung (zu jedem Zeitpunkt) zusprechen würde.

 

Meine These ist, dass diese neue Form von Zugehörigkeit in erster Linie dem Begriff der Bewegung selbst entsprechen muss. Diese unterliegt dann nur der linearen Zeit, in der sich eine Person in dem einen oder anderen Organisationsrahmen mit gleichen Rechten bewegt. Eine „lineare Staatsbürgerschaft“, ist geprägt durch eine eigene Timeline, die nicht Auskunft gibt wo ich herkomme und wieder hin zurück gehe, sondern wo ich mich gerade befinde. Einerseits wird hiermit ein rechtlich gesicherter Anspruch auf freies Zeitreisen gefordert, welcher Recht, Zeit, Raum und Bewegung äquivalent erfahrbar macht, auf der anderen Seite wird dieser Zustand aber auch für andere nachvollziehbar.

 

Ziel dieser Arbeit ist es, diese beiden Aspekte zusammenzuführen.

Stichworte: Geschichte des Nationalstaats, Souveränität, Staatsbürgerschaft, TransmigrantInnen, Transnationalismus, Gesellschaft in Bewegung, Offene Grenzen,

Bewegungsfreiheit, Regulierung von Bewegung, Demokratie, Verfolgungstechnik, Tracking, Bayes' Theorem, Wahrscheinlichkeitsrechnung,

Bedingte Staatsbürgerschaft, Lineare Zeit, Lineare Staatsbürgerschaft, Zeitreisen

Keywords (engl.): history of the nation state, sovereignty, citizenship, transmigrants, transnationalism, society in move, open borders, freedom of movement, regulation of movement, democracy, tracking technology, Bayes' theorem, probability calculation, conditional citizenship, linear time, linear citizenship, time travel